IAA

Szenarien über die Antriebstechnik 2030, kombiniert mit den Strategien großer Zulieferer und der Daimler AG und natürlich neuesten Produkten – mit diesen Inhalten versorgte die „Chefsache IAA“ 25 Geschäftsführer aus erster Hand.

Zum Auftakt, am Vorabend des Messerundgangs, begeisterte VDA-Geschäftsführer Klaus Bräunig die Zuhörer bei einer Dinner-Speech mit Fakten, Meinungen und Inhalten rund um Fahrverbote, CO2-Emissionen, Speichertechnologien und Antriebskonzepte, die nicht immer in der Zeitung stehen. Unterstützt wurde Klaus Bräunig von Schaeffler-Vorstand Prof. Peter Pleus, der die Sichtweise von Schaeffler, wvib-Mitglied und einer der größten deutschen Automobilzulieferer, beleuchtete. Im gediegenen Rahmen der Villa Bonn, einem großbürgerlichen Palais aus der Gründerzeit, folgten viele Diskussionen, die letztlich nur durch die Aussicht auf einen anstrengenden Folgetag auf der Messe ein Ende fanden.
Klare Botschaft des Abends: Die Zusammensetzung der Fahrzeugflotten 2030 kann niemand auch nur annähernd vorhersagen und selbst die besten Annahmen hängen stark von politischen Einflussnahmen oder technischen Grenzen, wie z.B. den Kapazitäten der Batteriezellen-Produktion ab. Einigkeit besteht aber darin, dass die deutsche Industrie die E-Mobilität nicht verschlafen hat, wie es vielfach in den Medien behauptet wird.
Davon überzeugen konnten sich die Teilnehmer dann beim VIP-Rundgang auf der Messe, auch wenn Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, den Käuferinteressen geschuldet, nicht in vorderster Front präsentiert wurden.  

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Neben den Standbesuchen bei Schaeffler, Brose, Faurecia, Mahle, Valeo und thyssenkrupp, konnten die Teilnehmer auch einen Einblick in den neuen und stark aufstrebenden Teil der IAA – die New Mobility World – gewinnen.

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Facebook, das gefühlt einzige Unternehmen im Silicon Valley, „das keine eigenen Fahrzeuge bauen will“, aber auch kleinere, innovative Unternehmen wie Harman Becker oder Paravan und das mit Spracherkennungssoftware in den Markt drängende StartUp SUSI & James stellten ihre Produkte und Strategien vor und machten deutlich, dass mehr und mehr neue Anbieter in den umkämpften Automobilmarkt drängen. Viele Zulieferer auf der Messe lieferten einen Beitrag zum Thema Autonomes Fahren, teilweise mit ziemlicher Überdeckung. Anfassen und Reinsetzen war überall möglich und wurde von den Teilnehmern der Chefsache gerne genutzt.

Den Abschluss der Zulieferer-Führung bildete der Standbesuch bei wvib-Mitglied Progress-Werk Oberkirch, wo Vorstandssprecher Dr. Volker Simon Neuheiten und Zukunftsperspektiven vorstellte.

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Nach einigen zurückgelegten Kilometern stand schließlich mit dem VIP-Rundgang bei Daimler ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm, der alleine durch die Standarchitektur einen längeren Aufenthalt rechtfertigte. In zwei Gruppen wurden die Teilnehmer durch die dreistöckige Festhalle geführt und natürlich standen die Fahrzeuge im Mittelpunkt des Interesses. Bei rund einhundert Ausstellungsfahrzeugen, darunter mehrere Weltpremieren, wurden in 90 Minuten nur echte Highlights oder von der Gruppe gewünschte Fahrzeuge herausgepickt und näher betrachtet. In einem VIP-Zelt und nach dem offiziellen Messeende stand schließlich mit Frank Overmeyer noch der Daimler-Verantwortliche für External Affairs, Emissions & Safety Passenger Cars den Teilnehmern Rede und Antwort. Nach einem frei gehaltenen und sehr offenen Vortrag wurden trotz der fortgeschrittenen Stunde unzählige Fragen gestellt. Die Antworten offenbarten letztlich, dass die Meinungen der OEM, der Zulieferer und der Verbände in Bezug auf Zukunftschancen und -risiken der alternativen Antriebe nicht weit auseinanderliegen. Auch hier wurde klar: Verschlafen hat in Deutschland die Elektromobilität niemand.

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Fragen zum wvib-Cluster Automotive beantwortet gerne Dr. Gerrit Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

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