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Das im Jahre 2016 fertiggestellte Distributionszentrum der SICK AG war Austragungsort dieser Erfa. Ein besonderer Ort: Hochautomatisierte Lagerung und 11.000 qm Fläche. Von hier aus werden einige Tausen Kunden weltweit und die Tochtergesellschaften der SICK AG beliefert.

Logistikleiter Thomas Henkel leitete den Erfahrungsaustausch mit einer Unternehmenspräsentation ein. Das im Jahre 1946 gegründete Unternehmen setzt heute mit ca. 8.000 Mitarbeitern und 40.000 Produkten rund 1,3 Milliarden Euro um. Das Produktspektrum des Sensorikherstellers beinhaltet unter anderem Automatisierungs-Lichtgitter, Distanzsensoren, Gasanalysatoren sowie Lichtschranken oder Näherungssensoren. Die Firma SICK bietet den Branchen der Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation Sensorlösungen an. Um den wachsenden Bedarf dieser Branchen zukünftig gerecht zu werden hat die SICK AG mit dem Bau des Logistikzentrums in Buchholz die Weichen gestellt. Thomas Henkel ging im Anschluss auf die Unternehmensvorstellung auf die Herausforderungen der Intralogistik bei der SICK AG ein. Eines der viele Projekte ist das Umzugsprojekt der Elektronikkartenfertigung. Diese E-Karten werden in die eigenen Sensorprodukte eingebaut. War die E-Karten Fertigung nur einen Steinwurf entfernt im Hauptsitz Waldkirch beheimatet, so müssen in Zukunft rund 15 Kilometer nach Reute überbrückt werden. Zusätzlich soll das Servicelevel weiterentwickelt werden. Beliefert werden müssten über zehn SICK-Empfängerstandorte. Nicht nur national. Neben der Frage wie sich das transporttechnisch lösen lässt, beschäftigt sich das Projektteam mit dem Handlingskonzept von Reparaturrückläufern, verlängerte Werkbänken oder auch der Kanbansystematik. Den Versorgungszeitraum wolle man zukünftig von fünf bis 23 Uhr gewährleisten. Die Vision sei das Tracken und die Visualisierung dieser im Umlauf gebrachten Waren. Das Logistikkonzept wurde mit dem Lastenheft der Produktion in Einklang gebracht und wird nun umgesetzt. Anfang 2018 soll die E-Karten Fertigung in Reute anlaufen.

Neben den Einblicken in die Projektlandschaft der SICK AG stand ein Impulsvortrag von Michael Flaig auf der Agenda. Herr Flaig ist Senior Manager und Mitglied der Geschäftsleitung der PROTEMA Unternehmensberatung. Interessante Trends und Lösungsmöglichkeiten wie beispielsweise das Antizipieren von Kundenwünschen und weitere Digitalisierungsmöglichkeiten wurden präsentiert. Doch wichtig sei, dass die Logistik- und Produktionsknoten aufeinander abgestimmt werden und Basisarbeit wie Lean gemacht wurde.

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Abgerundet wurde das Programm mit der Besichtigung durch das Distributionscenter. Geführt wurde die Gruppe durch Thomas Henkel. Hierbei wurden einzelne Bereiche innerhalb des riesigen Gebäudes gezeigt: Der Wareneingang, die Einlagerung, die automatische Lagerung, die Kommissionierung sowie die Verpackung und Versand.

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