2017 07 27 Generationengespraech

Die Teilnehmer des ersten Generationen-Gesprächs vor dem wvib-Haus

 

Am 27. Juli feierte das Generationen-Gespräch seine Premiere im wvib-Haus. Im großen Rund saßen 19 Mitglieder des wvib-Clubs und 15 Personen aus der Junioren- und Nachfolger-Erfa.

Im ersten Erfahrungsbericht schilderte das Tandem Norbert Willmann (Geschäftsführer mit jahrzehntelanger Erfahrung und heute Management-Berater) zusammen mit dem Nachfolger und Geschäftsführer Harald Keller (Keller Blechtechnik GmbH, Endingen), wie man aktuelle Themen im Betrieb kanalisiert, priorisiert und dann eins nach dem anderen angeht. Harald Keller ist dankbar, dass er vom Wissen seines erfahrenen Beraters seit drei Jahren profitieren kann und so manchen Fehler vermeiden konnte. Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Tandem: Gegenseitiges Vertrauen und die Chemie muss stimmen!

Peter Greiser, Beiratsvorsitzender der ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG, Lenzkirch, erklärte an anonymisierten, aber realen Beispielen, wie wichtig ein Beirat beim Generationswechsel sein kann und welche strategische Rolle er im Unternehmensalltag spielen kann. Ein gut besetzter Beirat ist gerade in Krisensituationen oft hilfreich und richtungsweisend, denn „Kontrolle ist auch Wertschätzung!“.

Ein Interview für die Masterarbeit hat Verena Multhaupt (JACO - Dr. Jaeniche GmbH & Co. KG, Kehl) und Joachim Eckerle (Eckerle Holding GmbH, Ottersweier) zusammengeführt. Die junge Studentin musste gleich nach ihrem Abschluss das elterliche Unternehmen weiterführen, da ihr Vater krankheitsbedingt ausgefallen war. Joachim Eckerle, der in zweiter Generation die Geschäfte der Eckerle Holding führt, war für die junge Nachfolgerin in den ersten Jahren der Geschäftsführung ein wichtiger Ratgeber und er ist heute auch guter Freund und Patenonkel.

Zum Schluss berichtete Wolfgang Haas, der verschiedene Unternehmen geführt hat, darüber, wie er heute im Unruhestand verschiedenen Unternehmen bei Fragen und strategischen Entscheidungen zur Seite steht.

Die lebhaften Diskussionsrunden haben bestätigt, dass es jede Menge Gesprächsbedarf zwischen den Generationen gibt. Nicht alles kann und will man in der großen Runde besprechen, denn viele Themen sind gerade in der Nachfolge sehr emotional. Alle Teilnehmer sind jetzt aufgefordert sich zu melden, wenn sie als Junior oder Nachfolger Unterstützung und Beratung durch einen erfahrenen Unternehmer suchen oder als erfahrener Unternehmer bereit sind, junge Geschäftsführer bei aktuellen Projekten und Herausforderungen zu unterstützen. Der wvib versucht daraus die passenden „Tandems“ zu bilden.

Drucken
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv